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Ein innovatives Vorgehen: die interkommunale Zusammenarbeit

Freiburg geniesst im In- und Ausland einen ausgezeichneten Ruf, nicht nur wegen seiner günstigen geografischen Lage, sondern auch aus vielen weiteren Gründen, zu denen insbesondere seine Zweisprachigkeit, seine Öffnung auf wirtschaftlicher und wissenschaftlicher Ebene, seine Universität, seine Schulen, seine typischen Erzeugnisse, sein Tourismus und seine kulturellen Aktivitäten gehören: Vorteile, die bei der Ansiedlung neuer Unternehmen eine wichtige Rolle spielen.

Das Coriolis-Projekt gilt als Eckstein der Erneuerung der regionalen Kulturpolitik und ist seit 2001 das wichtigste Kulturprojekt des Kantons Freiburg.

Auf der Basis des Berichts Ziel 2006: «Freiburg, künstlerisches Kompetenzzentrum» haben sich die fünf Gemeinden Freiburg, Villars-sur-Glâne, Givisiez, Granges-Paccot und Corminboeuf unter Führung des Oberamtmanns des Saanebezirks zusammengeschlossen, um während der Legislaturperiode 2001-2006 die Rahmenbedingungen für die Entwicklung der Freiburger Kulturplattform zu schaffen. Heute beteiligen sich auf finanzieller Ebene mehr als 34 Gemeinden des Saane-, Sense- und Seebezirks an der Verwirklichung der verschiedenen Ziele von Coriolis.

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Mit seinen ehrgeizigen Zielen will Coriolis in Freiburg - in enger Zusammenarbeit mit dem Kanton und den kulturellen Kreisen - ein künstlerisches Kompetenzzentrum von nationaler Ausstrahlung schaffen und auf diese Weise zur wirtschaftlichen und touristischen Entwicklung der ganzen Region beitragen.

Das Konzept bewirkte bereits die Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Kulturveranstalter dank einer verstärkten finanziellen Unterstützung und führte zur Entwicklung der Idee, nicht einfach «zwei Theater», sondern zwei unterschiedliche, doch einander ergänzende Häuser zu bauen: den Espace Nuithonie, der hauptsächlich für zeitgenössische Bühnenkunst und Eigenproduktionen (Theater, Tanz, Performances) bestimmt ist, und das Freiburger Gastspielhaus, in dem vor allem Konzerte sowie Theater-, Opern- und Ballettaufführungen stattfinden sollen.

2005 löste der Espace Nuithonie den Espace Moncor ab, der ein Jahr zuvor geschlossen worden war. Das Freiburger Gastspielhaus wird 2009 die Aula der Universität ersetzen, die für die Durchführung künstlerischer Veranstaltungen völlig ungenügend ist.

Zur Erreichung der gesetzten Ziele verfolgt Coriolis eine doppelte Strategie:

-  die Förderung der regionalen Kultur durch eine Reihe von Massnahmen;
-  den Austausch mit ausserkantonalen Partnern.

Um diese Kulturpolitik in Rahmen einer doppelten regionalen Partnerschaft zu verwirklichen, wurden zwei Gemeindeverbände gegründet: der Verband Coriolis Promotion (Gemeindeverband zur Förderung der kulturellen Aktivitäten), der kulturelle Vereinigungen von anerkannter regionaler Bedeutung mit Subventionen unterstützt, und der Verband Coriolis Infrastrukturen (Gemeindeverband für die Kulturpolitik in der Agglomeration Freiburg), zu dessen Zielen der Bau und der Betrieb der beiden neuen kulturellen Infrastrukturen Espace Nuithonie (seit 2005) und Gastspielhaus Freiburg gehören.

Der Bau der beiden Häuser ist nicht das Hauptziel der regionalen Kulturpolitik, sondern ein unumgängliches Mittel zur Erreichung der gesetzten Ziele.